Wurzel und Kraut des Beinwells sind reich an Schleimstoffen, das die Wundheilung und Geweberegeneration fördernde Allantoin und Gerbstoffen. Für die Blätter ist eine entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung im Tierversuch nachgewiesen worden, die auf die in den Blättern enthaltene Rosmarinsäure zurückgeführt wird. Zubereitungen aus Beinwell werden daher bei stumpfen Verletzungen, wie Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen angewandt. Die äußere Anwendung soll auch die Heilung von Knochenbrüchen unterstützen.
Alle Pflanzenteile enthalten z.T. beträchtliche Mengen an toxischen Pyrrolizidinalkaloiden (s. Hinweise), daher sollten Zubereitungen des Beinwells nur äußerlich auf unverletzter Haut angewendet werden.