Die Früchte der Sägepalme (Sabalfrüchte) enthalten fette Öle, Phytosterine (β-Sitosterol und –glykoside), ein saures Polysaccharid mit einem hohen Anteil an Galactose, Arabinose und Uronsäuren, Flavonoide und Carotinoide. In klinischen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass lipophile Extrakte die Beschwerden einer benignen Prostatahyperplasie im Stadium I und II bessern. Das genaue Wirkprinzip ist noch nicht bekannt. Vermutet wird eine Hemmung der endogenen Bildung von Dihydrotestosteron (durch Phytosterine?), das das Wachstum der Prostata anregt. Beobachtet wurden aber auch entzündungshemmende (Polysaccharid?) und ödemprotektive Eigenschaften, die möglicherweise ebenfalls zur Wirksamkeit beitragen. Für die Qualität der Zubereitung ist somit die Art der Extraktherstellung entscheidend. Da der Wirkungseintritt langsam erfolgt, ist eine Behandlung über einen längeren Zeitraum erforderlich (s. Dosierung). Während der Anwendung muss in regelmäßigen Abständen ein Arzt aufgesucht werden, da durch die Therapie die Größe der Prostata nicht beeinflusst wird (s. Hinweise). Die PSA-Werte, einem Tumormarker für Prostatakrebs, werden anscheinend durch eine Therapie nicht beeinflusst.
Volksmedizinisch werden Sabalfrüchte auch zur Behandlung von Blasen-, Prostata- und Hodenentzündungen, bei hormonell bedingtem Haarausfall sowie Erkrankungen der Atemwege verwendet. Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit ist hierfür jedoch nicht belegt, so dass eine Anwendung hierfür nicht empfohlen werden kann.