Die angegebenen Wirkungen beruhen überwiegend auf Erfahrungswerten und sind meist nicht durch objektive Untersuchungen belegt!
Der wertbestimmende Anteil der Pflanze ist das ätherische Öl mit den Hauptbestandteilen Thujon, Cineol und Campher, dessen Menge und Zusammensetzung allerdings sehr stark durch klimatische Bedingungen und Erntezeitpunkt beeinflusst werden. Ferner enthalten die Blätter sog. Labiatengerbstoffe wie Rosmarinsäure, diterpenoide Bitterstoffe wie Carnosolsäure, Flavonoide und Triterpene wie Ursolsäure.
Das ätherische Öl des Griechischen Salbeis (S. triloba) besitzt dagegen nur einen geringen Thujonanteil und zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Cineol aus. Seine medizinischen Wirkungen sind praktisch nicht untersucht.
Äußerliche Anwendung:
Salbeitee oder Zubereitungen aus Salbei sind ein ausgezeichnetes Mittel gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum aller Art. Das ätherische Öl wirkt bei äußerlicher Anwendung wachstumshemmend auf Bakterien und Pilze sowie antiviral. Die entzündungshemmende Wirkung wird auf die Ursolsäure zurückgeführt. Salbei ist Bestandteil vieler Gurgellösungen, Tinkturen zum Pinseln des Zahnfleisches und auch Halsbonbons. Durch das Kauen der frischen Blätter bekämpft man Mundgeruch.
Innerliche Anwendung:
Innerlich eingenommen helfen Salbeizubereitungen gegen Verdauungsbeschwerden und übermäßigem Schwitzen. Die in der Volksmedizin angegebenen Wirkungen wie z.B. Senkung des Blutzuckers, Hemmung der Milchsekretion und Erleichterung des Abstillens sind unbewiesen.
Das Thujon besitzt bei höherer Dosierung toxische Wirkungen (s. auch Wermut). Daher sollte man Salbeitee oder Zubereitungen aus Salbei nicht in höheren Dosen oder über längere Zeiträume einnehmen (s. Hinweis).