Suche im: Heilpflanzen-Katalog
Aktuell: 236 Monographien
Bitte beachten Sie, dass sich die Inhalte des Lexikons ändern
können, wenn neue Informationen über einzelne Pflanzen
bekannt werden!
|
Weide |
Pflanze: Salix species |
Familie: Weidengewächse (Salicaceae) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Die in der Weidenrinde enthaltenen Phenolglykoside (Salicin, Salicortin und Tremulacin) und Flavonoide wirken schmerzstillend, entzündungshemmend, fiebersenkend und aufgrund des hohen Gerbstoffgehaltes adstringierend. Zubereitungen aus der Weidenrinde werden zur Behandlung von leichten, fieberhaften Erkältungskrankheiten bei Erwachsenen (nicht bei Kindern! s. Hinweise), chronischen Schmerzen bei Erkrankungen des Bewegungsapparates und anderen entzündlichen, schmerzhaften Erkrankungen verwendet.
Als wirksamer Bestandteil wird das Salicin vermutet, das im Körper wie auch die Acetylsalicylsäure zu Salicylsäure umgewandelt wird und entzündungshemmend und schmerzstillend wirkt. Da die Umwandlung des Salicins langsam verläuft, setzt die Wirkung erst spät ein, hält aber dafür länger an. Daher sind Zubereitungen aus der Weidenrinde nicht zur Behandlung akuter Schmerzen geeignet, wohl aber für chronischer Schmerzen, wie z.B. Rückenschmerzen.
Neuere Untersuchungen legen nahe, dass die schmerzhemmende Wirkung nicht alleine auf dem Gehalt an Salicin beruht, sondern man vermutet, dass auch andere Inhaltstoffe an der Gesamtwirkung beteiligt sind. Damit gewinnt die Art der Zubereitung an Bedeutung, und verschiedene Fertigarzneimittel sowie die Teezubereitung können sich in ihrer Wirksamkeit unterscheiden, obwohl der Gehalt an Salicin gleich ist. |
|
|
|
|
Mehr zur Pflanze
Stand: 10.10.2005
|
|