Weihrauchbaum, Indischer

Pflanze: Boswellia serrata Roxb.

Familie: Balsambaumgewächse (Burseraceae)

Anwendung:

zur unterstützende Behandlung von
entzündlicher Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)
rheumatischer Arthritiden
Asthma bronchiale
Schuppenflechte
palliative Therapie bei bestimmten Hirntumoren

Das Harz der Weihrauchbäume enthält neben ätherischen Ölen, Schleimstoffen ein Harz, das zum größten Teil aus Boswelliasäuren (pentacyclische Triterpensäuren) besteht, für die eine durch Hemmung der Leukotriensynthese entzündungshemmende Wirkung nachgewiesen wurde. Weiterhin scheint der Extrakt bei bestimmten Dosierungen auch immunmodulierend und antitumoral zu wirken. Weihrauch scheint daher vor allem interessant zur Behandlung chronischer Erkrankungen, die auf entzündlichen Vorgängen beruhen. Da die Verwendung auf die ayurvedische Medizin zurückgeht, wurden die meisten Untersuchungen mit einem in Indien hergestellten Extrakt, der als H15 oder Sallaki bezeichnet wird, durchgeführt. Erste Ergebnisse zeigen vor allem bezüglich der Verträglichkeit ermutigende Erfolge, allerdings sind noch größere Studien zu Wirksamkeit und Sicherheit erforderlich, um den therapeutischen Stellenwert des Weihrauchs beurteilen zu können. In Deutschland gibt es daher noch keine als Arzneimittel zugelassene Präparate. Im Handel erhältlich sind hierzulande nur weihrauchhaltige Nahrungsergänzungsmittel, für die keine gesundheitsbezogenen Aussagen gemacht werden können. H15 kann auf Verschreibung eines Arztes aus Indien importiert werden. Homöopathische Arzneimittel mit Weihrauch werden sehr kritisch beurteilt und können nicht empfohlen werden.
Weihrauch wird weiterhin zu religiösen Zwecken und in der Kosmetikindustrie verwendet. Das Holz dient u.a. der Papiergewinnung.
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