Weide

Pflanze: Salix species

Familie: Weidengewächse (Salicaceae)

Weide
  Die Gattung der Weiden setzt sich aus höchst unterschiedlichen Arten zusammen. Sie umfasst große Bäume (z.B. die Silberweide S. alba) bis hin zu kleinen Sträuchern. Da Größe und Blattform auch durch äußere Einflüsse wie z.B. Standort sehr variieren können, ist eine Einteilung schwierig. Allen gemein ist, dass sie wegen des hohen Wasserbedarfs bevorzugt auf feuchtem Grund wachsen, zweihäusig sind und ihre weiblichen und männlichen Blüten als sog. „Weidenkätzchen“ im Frühjahr vor oder mit dem Austreiben der Blätter erscheinen. Für eine medizinische Verwendung kommen u.a. die Purpurweide (S. purpurea), die Reifweide (S. daphnoides) und die Bruchweide (S. fragilis). Die Silberweide dagegen weist nicht den vom Arzneibuch geforderten Mindestgehalt an Wirkstoffen auf.
Weidenrinde wurde schon im Altertum als fiebersenkendes und schmerzstillendes Mittel geschätzt. Aus dem Inhaltsstoff wurde vor gut 100 Jahren der allgemein bekannte Wirkstoff Acetylsalicylsäure (Aspirin) entwickelt.
Medizinisch verwendet wird die im Frühjahr gesammelte Rinde meist junger Zweige. Der Wirkstoffgehalt kann je nach verwendeter Weidenart stark unterschiedlich sein.
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